Jeden Tag eine Zeile schreiben, das Innerste herauslassen, etwas nur für sich tun, frei von jedem Gedanken an Nutzen oder Profit. Dies praktiziert und empfiehlt Alejandro Jodoroswky.
Über die so entstandenen Aphorismen und Gedichte hinaus hat Jodorowsky in den letzten Jahren systematisch seine Lebenserfahrung in Büchern zugänglich gemacht. Sein umfangreiches Werk besteht aus Romanen, Sachbüchern, autobiographischen Texten und Theaterstücken. Auf Deutsch liegt leider erst ein kleiner Teil vor.
Der Roman
„Wo ein Vogel am schönsten singt“ ist eine literarische Familiengeschichte der besonderen Art. Von Russland nach Südamerika, jüdische Tradition meets künstlerischen Überschwang – Ergebnis ist ein sinnlicher Text, in dem man so richtig schwelgen kann. Für Jodorowsky zugleich Teil einer heilenden Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft.
„La danza de la realidad“ (Der Tanz der Wirklichkeit) ist der erste Teil von Jodos Autobiographie, in der er neben einer sachlicheren Wiedergabe der Familiengeschichte auch eingehend auf seine Erfahrungen im Bereich der Spiritualität und Heilkunst eingeht. Ergänzt wird dieser Titel von „El maestro y las magas“ (Der Meister und die Magierinnen), mit dem Jodo seinem zen-buddhistischen Meister Ejo Takata und einigen weiblichen Einflüssen ein Denkmal setzt, sowie vom Interview-Buch „Psicomagia“ (Psychomagie), das zugleich eine inspirierende Einführung in seine eigene Form der kreativen Lebensberatung darstellt.
„Der Weg des Tarot“ beschäftigt sich im Detail mit den Karten und der Deutung des Tarot de Marseille.
Deutsche Bibliographie:
„Wo ein Vogel am schönsten singt“, deutsch von Peter Schwaar, Suhrkamp/Insel 1996
„Der Finger und der Mond“, deutsch von Christian Schweiger, Windpferd 2006
„Der Weg des Tarot“, deutsch von Silke Kleemann, Windpferd 2008