Familie

Alejandro Jodorowsky wurde am 7. Februar 1929 als Sohn jüdischer Einwanderer aus Russland in Tocopilla, einem Provinzstädtchen im Norden Chiles, geboren. Sein Vater Jaime Jodorowsky Groisman unterhielt nach Beendigung seiner Karriere als Zirkusartist einen Haushaltswarenladen, seine Mutter hieß Sara Felicidad Prullansky Arcavi. Es gab drei Geschwister Raquel, Piroshka und Benjamín. Jodorowsky erzählt, in seiner Kindheit habe ihm ein imaginärer Rebbe beigestanden, Erbe seines Großvaters Alejandro.

Jodorowskys Eltern
Jodorowskys Eltern Jaime und Sara Felicidad,
© Alejandro Jodorowsky

Eine fiktionalisierte Version seiner Familiengeschichte erzählt Jodorowsky aus der Perspektive seiner noch ungeborenen Seele in dem Roman „Wo ein Vogel am schönsten singt“. Vorangestellt hat er ein Zitat von Jean Cocteau: „Ein Vogel singt am schönsten/auf seinem Stammbaum.“ Weitere Erinnerungen finden sich in „La danza de la realidad“ (Der Tanz der Wirklichkeit, bisher nicht auf Deutsch erschienen).
Obgleich die Familie in Jodorowskys Jugend in die Hauptstadt Santiago de Chile umsiedelte, war es dem jungen Tausendsassa auch dort zu provinziell. Er pflegte Kontakte zur Dichter- und Bohèmeszene, lernte 1950 durch die Französin Marie Lefevre die Tarotkarten näher kennen, entschloss sich aber mit 24 Jahren, sein Heimatland zu verlassen. Bevor er sich zu neuen Ufern aufmachte, warf er symbolisch für das Abbrechen der alten Brücken sein Adressbuch ins Meer.

Jodorowsky hat fünf Kinder (mit verschiedenen Frauen): Brontis, Eugenia, Cristóbal, Teo und Adán. Cristóbal tritt als Psychoschamane und Autor in die Fußstapfen seines Vaters, Adán ist als Popmusiker in Frankreich erfolgreich. In mehreren der Jodorowsky-Filme sowie in dem Theaterstück „Ópera Pánica“ wirkten seine Kinder mit, der kleine Brontis ist unvergessen aus der Anfangssequenz von „El Topo“.

Heute lebt Jodorowsky mit seiner Frau Pascale Montandon in Paris.