Heilung

Der junge Jodorowsky spielt den Erleuchteten
Der junge Jodorowsky "spielt den Erleuchteten", © Alejandro Jodorowsky
Von klein auf hatte Jodorowsky eine spirituelle Ader, persönliche und künstlerische Entwicklung sind bei ihm untrennbar miteinander verwoben. Lange ging es ihm um Grenzerfahrungen, bei denen das eigene Erleben und oft wohl auch das eigene Ego im Mittelpunkt standen.
Mit dem Alter rückte das Interesse für das Wohl seiner Mitmenschen in den Vordergrund.

Ein besonderer Wendepunkt war der Unfalltod seines Sohnes Teo im Alter von 24 Jahren. Jodorowsky glaubte zunächst, den Schmerz nicht ertragen zu können. Sein Lehrer Ejo Takata half ihm mit der schlichten Sentenz: „Es tut weh.“ Jodorowsky verstand, dass das Leben weiterging und er weder gegen den Schmerz kämpfen noch Rat suchen musste – er musste den Schmerz einfach nur annehmen. Seither sagt er: „Mich interessiert nur noch eine Kunst, die heilt.“