Stationen

1953 kam Jodorowsky 24-jährig nach Paris und arbeitete in der Compagnie des Pantomimen Marcel Marceau, mit dem er mehrere Jahre lang in vielen Ländern auf Tournee ging. Sein besonderer Stolz war es, in starrer Pose die Schilder halten zu dürfen, die die Nummern des Meisters ankündigten. Er schrieb auch einige Szenen für Marceau, darunter „Der Maskenbauer“ und „Der Käfig“.

Ejo Takata
Ejo Takata, © Alejandro Jodorowsky
1960 zog er nach Mexiko, machte dort Theater und begann seine Laufbahn als Filmregisseur. Seine Arbeit reichte auch in andere Gebiete, so wurde er einmal in eine Klinik gerufen, um die Körpersprache psychisch kranker Menschen zu ergründen. Auf diesem Weg kam es zu einer Begegnung mit Erich Fromm, der sich zu jener Zeit in Cuernavaca aufhielt. Und in der Folge zum Kontakt mit Ejo Takata, der die Mitglieder der psychoanalytischen Gruppe Meditation lehrte.

1972 riefen die Dreharbeiten für „Montaña Sacra“ religiöse Fanatiker auf den Plan – sie wollten Jodorowsky lynchen. Auch von Seiten der Regierung wurde er unter Druck gesetzt, alle Szenen aus dem Film zu schneiden, die Kirchen oder mexikanische Uniformen zeigten. Innerhalb von wenigen Tagen löste Jodo seinen Haushalt in Mexiko auf, schmuggelte die 36 Stunden Filmmaterial per LKW aus dem Land und floh mit seiner Familie nach New York. Dort konnte er seinen Film wie geplant fertig produzieren.

Seit 1989 lebt er in Paris und hält vor allem in Frankreich, Italien und in der spanischsprachigen Welt Vorträge und Seminare.